Oktober 2007

071011

ENERGIE-CHRONIK


Gazprom zwingt Ukraine zur Begleichung von Gas-Schulden

Mit der Androhung von Lieferbeschränkungen hat Gazprom Anfang Oktober die Ukraine zur Begleichung ihrer Gas-Schulden gezwungen. Der russische Gasmonopolist schaltete dabei die EU-Kommission mit ein, die er am 2. Oktober über die Auseinandersetzung informierte und die noch am selben Tag verlauten ließ, daß sie auf eine rasche Lösung des Problems dränge. Am 9. Oktober konnte Gazprom mitteilen, daß die Ukraine die Forderung in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar (916 Millionen Euro) anerkenne und bereit sei, bis zum 1. November zu bezahlen.

Gazprom hatte in seinem Schreiben an die EU zwar beteuert, die Lieferverpflichtungen gegenüber den westeuropäischen Kunden erfüllen zu wollen. Technisch lassen sich die Gaslieferungen für die Ukraine aber nicht von den Lieferungen für die EU-Kunden trennen, die über dieselbe Pipeline durch die Ukraine transportiert werden. Bei Lieferbeschränkungen könnte sich deshalb die Ukraine immer vorrangig aus der Pipeline bedienen, wie dies Anfang 2006 der Fall war (060101).

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